Chronik
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Im März 1922 erfolgte die Gründung des Trachtenvereins "Edelweiß" Antersdorf "
und wurde dem Bayerischen Inngauverband angeschlossen. Vereinslokal ist seit jeher das Gasthaus Murauer, und als Vereinstracht wurde die "Miesbacher Tracht" gewählt. Es waren viele Frauen und Männer, Dirndl und Buam, die sich damals zusammenfanden, um für den Weiterbestand des bayerischen Brauchtums und Kulturgutes einzutreten. Der Beginn des Vereins fiel in eine wirtschaftliche Krisenzeit, so daß Anschaffungen von Trachten fast unerschwinglich waren.

Im Jahre 1933, nach Hitlers Machtergreifung in Deutschland, kam es auf höheren Befehl zur Eingliederung des Trachtenvereins "Edelweiß" in den Heimatverein Simbach am Inn. Fortan hieß er "Trachtengruppe Antersdorf". Zweiter Weltkrieg, die Trachtler wurden zu den Fahnen gerufen und zogen in den Kampf. Diejenigen, die aus diesem unseligen Krieg in die Heimat Antersdorf und Umgebung zurückkehrten, schlossen sich 1945 erneut zusammen und bauten den Trachtenverein "Edelweiß" Antersdorf neu auf. Im August 1945 wurde folgende Vorstandschaft gewählt: Martin Winkler (1. Vorstand), Hans Priemeier (2. Vorstand), Hans Murauer (Kassier), Rosa Murauer (Schriftführerin) und Hans Wasner (Vorplattler).
Es wurde geplattelt, getanzt, gesungen, und langsam füllte sich auch wieder die Vereinskasse. Das angesammelte Kapital, das für Trachten und dergleichen verwendet werden sollte, ging jedoch bei der Währungsreform 1948 wieder verloren. Die Trachtler machten weiter, sparten eisern, und so konnte im Jahr 1954 eine neue Fahne gekauft und ein großes Trachtenfest mit Fahnenweihe gefeiert werden.
1975 feierte Simbach am Inn das 25-jährige Stadtjubiläum. Am 10. Mai wurde damals in der neu erbauten Turnhalle der Reigen der Festlichkeiten mit einem großen Volksmusikabend eröffnet, ausgerichtet vom Antersdorfer Trachtenverein.
1980 übernahm Robert Seeburger, heute Ehrenvorstand, die Verantwortung für den Verein.
Unzählige Trachtenfeste wurden besucht, Heimatabende gestaltet und bei der Rosl Murauer die Tänze und Schuhplattler geprobt. 1982 feierte der Verein sein 60-jähriges Bestehen. Unter dem Motto "Wia’s singt und klingt dem Inn entlang" fand im Simbacher Kolpingsaal ein Festabend statt. Ehrenmitglied Alois Stiller hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Das Jahrhundertfest der Trachtenvereine 1983 in München, 1987: 65-jähriges Gründungsfest sowie Besuche der Ministerpräsidenten Max Streibl und Edmund Stoiber waren weitere Höhepunkte.

                Im November 2014 wurde
Christian Wimmer zum 1. Vorstand gewählt

                                                          
                                                                   1.Vorstand
                                                                Christian Wimmer


             Klaus Schmid war bis zur Neuwahl von Christian Wimmer 22 Jahre lang 1.Vorstand

                                                  
          

75 und 80 Jahre Trachtenverein "Edelweiß" Antersdorf wurden gebührend im Simbacher Bürgerhaus gefeiert. Als 1997 der heutige Papst Benedikt XVI., damals Kardinal Joseph Ratzinger, anlässlich des 25-jährigen Priesterjubiläums seines Großcousins, Stadtpfarrer Dekan Alois Messerer, die Innstadt besuchte, waren die Antersdorfer Goldhaubenfrauen und Volkstrachtler dabei.

                                       
                                                  
       Goldhauben Frauen


Trachtenwallfahrten, Gartenfeste, Sonnwendfeiern auf dem Scherellenbuckel, Weihnacht in Antersdorf, Trachtlerball oder der Besuch von Gaufesten sind jedes Jahr wiederkehrende Ereignisse. Ein Verein ändert sich wohl personell, Menschen gehen aus dem Heimatort weg, sterben aus der Mitte ihrer Freunde. Dirndl und Buam wachsen in den Verein hinein, bestimmen fortan die Geschicke. Menschen im Wandel der Zeit – dies zählt auch für den Trachtenverein "Edelweiß" Antersdorf. Wie schön, wenn die Liebe zur Heimat und deren Brauch- und Volkstum von einer Generation auf die andere weitergegeben wird. Treu dem guten alten Brauch, gestern, heute, immerdar. Unserer Heimat, unserer Kultur zuliebe.

Die Chronik wurde von Rosl Murauer und Gertrud Maier geführt und wird seit 1990 von Christina Schmid weiter geschrieben ...



   
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